| Einführungsveranstaltung |
- Offizielle Begrüßung
- Vorstellung von der DBE Academy GmbH
- Einrichtung des eigenen Computers/Systems
- Erklärung des Kursablauf
- Einführung in den DBE-Digicampus
- Erfolgreich Lernen: Hilfsmittel, Tipps und Tricks
- Bücher Vorstellung
- Vorstellung des Teilnehmers
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| Die Anwendung verschiedener Methoden |
Eine professionelle Trainerin oder ein professioneller Trainer verfügt über ein breites Methodenrepertoire und kann dieses zielgerichtet und situationsangemessen einsetzen.
- Die Bedeutung der Methodenvielfalt für den Lernerfolg und die Motivation
- Die Einteilung von Methoden nach ihrer didaktischen Hauptfunktion (z.B. aktivierende, erarbeitende, vertiefende, transferorientierte Methoden)
- Die zentrale Rolle der Lernziele und der Zielgruppe bei der Methodenauswahl
- Klassische frontale Methoden: Der strukturierte Vortrag, die Moderation mit Flipchart/Whiteboard
- Aktivierende Einzel- und Partnerarbeit: Kurzreflexion, Think-Pair-Share, Interview
- Gruppenarbeitsmethoden: Die strukturierte Kleingruppenarbeit, das Gruppenpuzzle, Fallstudienbearbeitung
- Kreative und visuelle Methoden: Mindmapping, Sketchnotes, Rollenspiel, Simulation
- Digitale und hybride Methoden: Einsatz von Umfrage-Tools, interaktiven Whiteboards, Breakout-Rooms in Online-Settings
- Die richtige Methodenkombination: Der Aufbau einer Trainingseinheit mit methodischem Wechsel (Methodenmix)
- Planung und Vorbereitung: Der methodische Dreischritt (Einstieg, Erarbeitung, Sicherung) und Zeitmanagement
- Durchführung und Steuerung: Die Rolle der Trainerpersönlichkeit, klare Arbeitsanweisungen geben, Gruppenprozesse lenken
- Reflexion und Evaluation: Methodenreflexion mit den Teilnehmenden, Erfolgskontrolle des Methodeneinsatzes
- Typische Fehler beim Methodeneinsatz und wie man sie vermeidet
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| Die Verwendung von Medien |
Ein professioneller Trainer muss in der Lage sein, Medien zielgerichtet und lernfördernd einzusetzen.
- Die Funktion und der didaktische Mehrwert von Medien im Training
- Überblick über Medienarten: analoge, digitale, soziale und aktivierende Medien
- Das ASF-Modell: Auswahl von Medien nach Anforderung, Situation und Funktion
- Die technische und inhaltliche Vorbereitung sowie der reibungslose Medieneinsatz
- Rechtliche Grundlagen: Urheberrecht, Bildrechte und Datenschutz (DSGVO)
- Barrierefreiheit und Inklusion durch geeignete Medien sicherstellen
- Interaktive Whiteboards, Präsentationssoftware und Umfragetools gekonnt nutzen
- Die Rolle von Social Media und kollaborativen Online-Tools
- Häufige Fehler beim Medieneinsatz und wie man sie vermeidet
- Medien als Unterstützung, nicht als Ersatz für die Trainerpersönlichkeit
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| Präsenzorientierte virtuelle Schulungen |
Präsenzorientierte virtuelle Schulungen zielen darauf ab, die Vorteile der persönlichen Interaktion in den digitalen Raum zu übertragen.
- Die Grundprinzipien präsenzorientierter Didaktik im virtuellen Raum
- Technische Voraussetzungen und Störungsmanagement für reibungslose Abläufe
- Die Rolle des Trainers: Moderation, Energie und Präsenz vor der Kamera
- Interaktions- und Aktivierungsmethoden für virtuelle Gruppen (z.B. Umfragen, Breakout-Sessions, Whiteboards)
- Methoden zur Teilnehmerbindung und zur Vermeidung von Passivität ("Zoom-Fatigue")
- Gestaltung von visuellen und multimedialen Lernmaterialien für den virtuellen Kontext
- Zeitmanagement und Strukturierung von virtuellen Live-Sessions
- Feedback-Einholung und Lernstandskontrolle in Echtzeit
- Umgang mit Herausforderungen (technische Probleme, stille Teilnehmer, Dominanz)
- Die Kombination von synchronen (Live) und asynchronen (Selbstlernphase) Elementen
- Rechtliche und datenschutzrechtliche Aspekte bei der Aufzeichnung und Nutzung von Tools
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| Soft-Skills eines Trainers |
Ein guter Trainer zeichnet sich nicht nur durch Fachwissen, sondern maßgeblich durch seine Soft Skills aus.
- Professionelle Präsenz und authentische Ausstrahlung
- Aktives Zuhören und empathische Gesprächsführung
- Klare und verständliche Kommunikation
- Motivierende und wertschätzende Rückmeldung geben
- Konstruktives Feedback empfangen und umsetzen
- Gruppendynamiken erkennen und positiv steuern
- Konflikte im Training frühzeitig erkennen und deeskalierend lösen
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei Störungen oder Planänderungen
- Begeisterungsfähigkeit und positive Energie vermitteln
- Emotionale Intelligenz und Selbstreflexion
- Respektvolle und inklusive Lernatmosphäre schaffen
- Teilnehmerorientierung und Sensibilität für unterschiedliche Bedürfnisse
- Nonverbale Kommunikation bewusst einsetzen
- Geduld und Frustrationstoleranz
- Eigene Vorbildfunktion und professionelle Haltung
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| Umgang mit Konfliktsituationen |
Ein zentraler Aspekt der Trainerrolle ist die professionelle Steuerung und Lösung von Konflikten in der Lerngruppe.
- Konflikte als natürlicher und potenziell produktiver Teil von Gruppenprozessen verstehen
- Typische Konfliktarten im Training: Sachkonflikte, Beziehungskonflikte, Rollenkonflikte und Wertekonflikte
- Frühwarnzeichen und Eskalationsstufen von Konflikten erkennen
- Die eigene Haltung und Rolle als Trainer:in in Konfliktsituationen (Allparteilichkeit, Deeskalation)
- Grundlegende Kommunikationstechniken zur Konfliktbearbeitung (Aktives Zuhören, Paraphrasieren, Ich-Botschaften)
- Methoden zur direkten Intervention und Deeskalation im akuten Konfliktfall
- Strukturelle und prozessuale Konfliktlösungsverfahren für die Gruppe (z.B. Feedback-Runden, Mediation, Clearinggespräch)
- Präventive Maßnahmen: Klare Regeln, Transparenz, partizipative Zielvereinbarungen und eine positive Lernatmosphäre schaffen
- Umgang mit spezifischen schwierigen Situationen (z.B. störende Teilnehmer:innen, Machtkämpfe, Schweigen, persönliche Angriffe)
- Grenzen der eigenen Kompetenz erkennen: Wann und wie externe Hilfe hinzugezogen werden sollte
- Selbstreflexion und Selbstschutz: Eigene Triggerpunkte kennen und für eigene Entlastung sorgen
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| allgemeine Eskalationsstufen im Unterricht |
Eskalationsstufen im Unterricht beschreiben die schrittweise Zunahme von Störungen oder Konflikten, die den Lehr-Lern-Prozess beeinträchtigen.
- Die Definition und Bedeutung von Eskalationsstufen für die Unterrichtssteuerung
- Stufe 0: Der produktive Arbeitszustand (konzentriertes, lernförderliches Klima)
- Stufe 1: Geringfügige Störungen (Unaufmerksamkeit, leises Privatgespräch)
- Stufe 2: Passive Störungen (Verweigerung der Mitarbeit, Desinteresse zeigen)
- Stufe 3: Aktive Störungen (Lautes Stören, Zwischenrufe, Ignorieren von Aufforderungen)
- Stufe 4: Aggressive Störungen (Provokation, verbale Angriffe, Machtkampf)
- Stufe 5: Gewalttätige Eskalation (körperliche Auseinandersetzungen, Zerstörung von Eigentum)
- Deeskalationsstrategien für jede einzelne Stufe
- Die Bedeutung von Prävention durch klare Regeln, Rituale und Beziehungsarbeit
- Die eigene Rolle und Haltung: Professionalität bewahren und Grenzen setzen
- Interventionspyramide: Von nonverbalen Signalen bis zur Unterrichtsunterbrechung
- Rechtlicher Rahmen (Aufsichtspflicht, Hausrecht, Notfallmaßnahmen)
- Kollegiale Fallberatung und der Umgang mit eigenen Emotionen nach Eskalationen
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| Erwachsenenbildung |
Die folgenden Inhalte sind grundlegend für das Verständnis und die erfolgreiche Praxis in der Erwachsenenbildung und müssen von jedem angehenden Trainer beherrscht werden:
- Die zentralen Prinzipien der Andragogik im Gegensatz zur Pädagogik
- Lernvoraussetzungen und Motivation erwachsener Lernender (z.B. Lebenserfahrung, Autonomiebedürfnis, Praxisbezug)
- Die Rolle und das Selbstverständnis des Trainers in der Erwachsenenbildung
- Typische Teilnehmertypen und Lernbiografien in Weiterbildungssettings
- Lernzielformulierung nach der SMART-Methode für erwachsene Lernende
- Methodenauswahl und Didaktik für heterogene Erwachsenengruppen
- Die Bedeutung und Gestaltung von aktivierendem, handlungsorientiertem Lernen
- Umgang mit Widerständen und Störungen im Seminar
- Schaffung einer lernförderlichen Atmosphäre und Feedbackkultur
- Einsatz von Medien und digitalen Tools in der Erwachsenenbildung
- Evaluation und Erfolgskontrolle von Trainingsmaßnahmen
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| Konzeption einer Bildungsmaßnahme |
Bei der Konzeption einer Bildungsmaßnahme müssen folgende zentrale Inhalte strukturiert durchdacht und dokumentiert werden:
- Analyse des Bildungsbedarfs und Zielgruppen
- Formulierung von Lernzielen (kognitiv, affektiv, psychomotorisch)
- Festlegung der Inhalte und deren didaktische Reduktion
- Auswahl und Begründung der Methoden (Methodenmix)
- Planung des zeitlichen Ablaufs (Zeitplan, Phasierung)
- Entwicklung und Auswahl der benötigten Medien und Materialien
- Organisatorische Rahmenbedingungen (Ort, Räumlichkeiten, Technik)
- Konzeption der Lernerfolgskontrolle und Evaluation
- Festlegung von Voraussetzungen für Teilnehmende und Trainer
- Kalkulation der Kosten und Ressourcenplanung
- Erstellung eines detaillierten Seminarkonzepts als Gesamtdokument
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| Vier-Stufen-Methode in der AEVO |
Die Vier-Stufen-Methode ist ein klassisches und systematisches Modell zur Unterweisung und Vermittlung praktischer Fertigkeiten.
- Die rechtliche und normative Verankerung der Vier-Stufen-Methode in der AEVO
- Die vier konkreten Stufen: Vorbereiten, Vormachen/Nacherklären, Nachmachen/Üben und Übertragen
- Die Rolle und Aufgaben des Ausbilders in jeder einzelnen Stufe
- Die Rolle und Aktivitäten des Auszubildenden in jeder einzelnen Stufe
- Konkrete Beispiele für den Einsatz der Methode in verschiedenen Ausbildungsberufen
- Die notwendigen didaktischen und methodischen Vorbereitungen vor der Durchführung
- Typische Fehler und Fallstricke bei der Anwendung der Methode
- Die Grenzen und ergänzenden Methoden zur Vier-Stufen-Methode
- Der Bezug der Methode zum Handlungsfeld 4 "Ausbildungsmethoden einsetzen" der AEVO
- Die Bedeutung der Methode für die praktische Durchführung der AEVO-Prüfung (AdP)
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| E-Learning |
E-Learning ist ein zentraler Bestandteil moderner Aus- und Weiterbildung und erfordert spezifische Kompetenzen von Trainer:innen.
- Definition und Abgrenzung: Was ist E-Learning (vs. Blended Learning vs. Digital Learning)?
- Die methodisch-didaktische Grundlage: Das 4-Komponenten-Instruktionsdesign-Modell (4CID) nach van Merriënboer.
- Rechtliche Grundlagen: Urheberrecht, Datenschutz (DSGVO) und Bildrechte in digitalen Lernumgebungen.
- Lernpsychologie im digitalen Raum: Aufmerksamkeit, Motivation und Interaktion bei synchronen und asynchronen Formaten.
- Die Werkzeuge: Überblick über Lernplattformen (LMS), Webkonferenz-Tools, Autorensysteme und kollaborative Anwendungen.
- Didaktische Gestaltung: Konzeption von interaktiven Lernmodulen, Videos, Quizzen und Aufgaben.
- Aktivierung und Betreuung: Strategien gegen Passivität, Gestaltung von Gruppenarbeiten und digitalem Feedback.
- Assessment im E-Learning: Formen der digitalen Lernerfolgskontrolle, Prüfungsformate und Authentizität von Leistungen.
- Barrierefreiheit und Inklusion: Grundprinzipien für zugängliche digitale Lernangebote.
- Praktische Umsetzung: Drehbuch erstellen, technische Minimalausstattung und eigene Präsenz vor der Kamera.
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| Blended-Learning |
Blended Learning ist eine Lernform, die die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning systematisch kombiniert, um einen integrierten Lernprozess zu schaffen.
- Definition und Kernprinzipien von Blended Learning
- Die methodisch-didaktischen Vorteile und Ziele des Blended Learning
- Modelle und Konzepte (z.B. Rotationsmodell, Flipped Classroom, flexibles Modell)
- Die Rolle des Trainers im Blended-Learning-Kontext (Lernbegleiter, Moderator, Curator)
- Lernphasen sinnvoll verknüpfen: Vor-, während und nach der Präsenz
- Auswahl und Einsatz von synchronen und asynchronen Online-Elementen
- Technische Grundlagen und Werkzeuge (LMS, Webinar-Tools, kollaborative Plattformen)
- Gestaltung von interaktiven und motivierenden Online-Selbstlernphasen
- Soziales Lernen und Community-Building in hybriden Settings fördern
- Lernpfade und Aktivitäten lernergerecht strukturieren und kommunizieren
- Herausforderungen und kritische Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung
- Evaluation und Erfolgskontrolle im Blended-Learning-Design
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| Abschließende Prüfungsvorbereitung schriftlich und praktisch |
- Vorbereitung auf die schriftliche IHK-Prüfung (Situationsaufgabe)
- Vorbereitung auf die praktische Prüfung (Präsentation oder Unterweisung + Fachgespräch)
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